Der deutsche Arbeitsmarkt präsentiert sich leicht schwächer
Obwohl die Vorlaufindikatoren nur wenig Optimismus versprühen, präsentierte sich die Lage am deutschen Arbeitsmarkt bisher hervorragend. Die Zahl der Arbeitssuchenden hat beinahe zwei Jahren kontinuierlich abgenommen. Dass die Arbeitslosigkeit im April erstmals wieder leicht angestiegen ist, überrascht jedoch wenig.
Das Verarbeitende Gewerbe kämpft seit längerem mit schwachen Auftragseingängen. Zudem werden die Sparbemühungen in der Eurozone das Wachstum für eine längere Zeit beschneiden. Dies wird auch Deutschland vorübergehen zu spüren bekommen.
Schweizer Einkaufsmanagerindex fällt deutlich zurück
Der Optimismus der Schweizer Unternehmen hält sich weiter in Grenzen. Die Auftragslage hat sich zuletzt deutlich verschlechtert. Das Umfeld – insbesondere für den Aussenhandel – bleibt weiter anspruchsvoll. Die Situation in Europa präsentiert sich zunehmend kritisch.
Spanien ist zum zweiten Mal in drei Jahren in eine Rezession gefallen und droht die Eurozone erneut vor grosse Problem zu stellen. Die Hoffnungen der Schweizer Wirtschaftsliegen in einer soliden Binnennachfrage. Für mehr als ein moderates Wachstum von 1% wird dies im laufenden Jahr jedoch nicht reichen.
KOF Konjunkturbarometer - Ein Silberstreif am Horizont
Die erneute Verbesserung des Kof Konjunkturbarometers bestätigt die moderate Stimmungsaufhellung der vergangenen Wochen. Der Optimismus bleibt jedoch zu Recht verhalten. Die Wirtschaft der Eurozone könnte angesichts der ambitionierten Sparprogramme deutlich stärker schrumpfen als bislang angenommen – mit negativen Effekten auch für die Schweiz.
Die Schweizer Wirtschaft ist aufgrund der schwierigen Situation im Aussenhandel auf eine solide Inlandsnachfrage angewiesen. Zwar konnte zuletzt eine leichte Verbesserung der Konsumentenstimmung beobachtet werden, für hohe Wachstumsraten wird dies vorerst jedoch nicht reichen.
Die Schweizer Wirtschaft ist derzeit auf Nachfrageimpulse aus dem Inland angewiesen. Der starke Franken und das geringe Wachstum in Europa schwächen den Aussenhandel. Ein etwas verbessertes Konsumentenvertrauen und ein deutlicher Anstieg der Neuregistrierungen von Personenwagen stimmen positiv.
Die Einzelhandelsumsätze präsentieren sich hingegen schwach. Die Reallöhne steigen dank der negativen Inflation stärker an als noch im Vorjahr. Es besteht somit die Hoffnung, dass der private Konsum auch in diesem Jahr wichtige Wachstumsimpulse liefern wird.